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INFO_HEBAMME

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Seiteninhalt
Beruf Hebamme und die Schwangerschaftsbetreuung


Ganzheitliche Gesundheitsfürsorge
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Sieben junge Frauen sitzen auf dem Teppich-Boden und lallen vor sich hin. Vollkommen konzentriert, als ob sie gerade die schwierigsten Fremdwörter der Welt aussprechen würden.

Die Frauen lassen sich nicht aus der Ruhe bringen. Bald, wenn der Geburtstermin gekommen ist, wird richtige Atmung lebenswichtig.

"Gebären ist Muskelarbeit. Und deswegen ist ein bewussteres, grösseres Atem-Volumen für die Sauerstoff-Versorgung wichtig. Und dazu versuchen wir Hebammen mit den Frauen die verschiedenen Atemräume des Körpers zu erarbeiten, und machen sie erfahrbar. Und es sollte dann damit vermittelt werden, dass gute Atemarbeit schmerzhafte Wehen ganz deutlich erleichtert, und dass Mutter und Kind unter der Geburt besser mit Sauerstoff versorgt werden."

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Mit Schwangeren die richtige Atem-Technik üben - das ist nur eine von vielen Aufgaben der Hebamme:

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Sie macht Vorsorge-Untersuchungen, gibt Tipps zur Geburtsvorbereitung, kommt zur Hausgeburt in die Wohnung und bietet seelische Unterstützung. Für werdende Müttern eine wichtige Begleitung.

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Atemtechnik: Den Körper sensibel machen
 

Einmal pro Woche kommen die schwangeren Frauen in die Hebammen-Praxis in der Münchner Innenstadt, Robert-Koch-Str. 13. Ziel der Schwangerschafts-Gymnastik ist es, die eigene Körper-Wahrnehmung zu sensibilisieren, dem Körper zu vertrauen, die Atemtechnik zu schulen.

Ganzheitliche Gesundheitsfürsorge ist Hebamme Gabi Mitschka ein wichtiges Anliegen. Und weil zum Kinderkriegen immer zwei Menschen gehören, bezieht sie auch den Partner mit ein. An einem Sonntagnachmittag sind die Männer eingeladen, an den Übungen teilzunehmen. Mit der Hebamme reflektieren die Paare die Rolle des Partners bei der Geburt. Die Kosten für die insgesamt 14 Einzelstunden Schwangerschafts-Gymnastik übernimmt die Krankenkasse, der Partner muss seine Teilnahme-Gebühren jedoch selbst zahlen.

Die Schwangeren haben noch etwas gemeinsam: Sie sind alle "Mehrgebärende".

"Frauen, die das zweite oder dritte Kind erwarten, haben in der Regel andere Ansprüche an den Kurs als Erstgebärende. Frauen, die das erste Kind erwarten, möchten mehr Informationen haben über den Geburtsverlauf. Bei den Zweitgebärenden geht es mehr darum, im Trubel des Alltags Zeit für sich zu finden, Zeit für die neue Schwangerschaft zu finden, sich auf das zweite Kind einzustellen, mit diesem Kind in Kontakt zu gehen, sich zu entspannen, Zeit zu haben, den eigenen Körper wahrzunehmen und zu pflegen."

Sozialkontakt: Gemeinsam geht alles leichter
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Die Mehrfach-Belastung durch Mann, Kind, Schwangerschaft ist Gesprächsthema Nummer Eins. Zu Beginn jeder Kurseinheit erzählt jede einzelne, wie es ihr geht, was sie belastet. Gerade in Grossstädten wie München ist der Sozialkontakt besonders wichtig: Die Familie wohnt oft weit weg, Freunde und Bekannte übernehmen deren soziale Rolle. Die werdenden Mütter verabreden sich zum Spazieren gehen, oder treffen sich mit ihren Kindern am Spielplatz. Gemeinsam fallen auch die Atem-Übungen mit den Kirsch-Kern-Säckchen im Vierfüsslerstand leichter.

Die sonderbaren Geräusche aus dem Gymnastik-Raum dringen hinaus in den Gang der Hebammen-Praxis im Zentrum Münchens. Auf einem Tischchen liegt ein Geburtsbuch mit Kinder-Fotos, auf denen fröhlich-freche Augen strahlen.

Karin Hartmann und Gabi Mitschka arbeiten als freiberufliche Hebammen. Gemeinsam mit anderen Kolleginnen haben sie eine Hebammen-Praxis im Zentrum Münchens gegründet. Frauen, die nicht Zuhause oder im Krankenhaus entbinden wollen, kommen in die Praxis. Unter der Aufsicht von zwei Hebammen kommt das Kind zur Welt. Ein Frauenarzt wird erst dann zur Geburt gerufen, wenn Komplikationen auftreten oder die Frau es ausdrücklich wünscht. Gesetzlich vorgeschrieben ist nur die Anwesenheit der Hebamme bei der Geburt - die so genannte "Hinzuziehungspflicht".

Hebammengesetz Paragraph Vier (§4):
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"Die Ärztin und der Arzt sind verpflichtet, dafür Sorge zu tragen,  dass bei einer Entbindung eine Hebamme oder ein Entbindungspfleger zugezogen wird."

Um den Frauen die Entbindung in der Praxis möglichst angenehm zu  machen, steht im Geburtsvorbereitungszimmer ein grosses Bett, eine "Lustwiese", wie die Hebammen sagen, damit der Partner während der Wehen bei seiner Frau liegen kann. Direkt nebenan das Geburtszimmer mit eingelassener Wanne in der Ecke. Wenn die Frau will, kann sie sich für eine Unterwassergeburt entscheiden.

Im einem weiteren Untersuchungszimmer führt Hebamme Karin Hartmann gerade eine Vorsorge-Untersuchung durch. Die Schwangere ist in der 28. Woche. Karin Hartmann kontrolliert Gewicht, Blutdruck, Urin und hört den Bauch ab.

Sorgfältig trägt die Hebamme die Untersuchungsergebnisse in den  Mutterpass ein. Dann bespricht sie mit dem Ehepaar noch genauere Geburtsvorbereitungen. Die Schwangere will zu Hause entbinden. Um Komplikationen am Geburtstermin zu vermeiden, besucht Karin Hartmann die Familie schon einmal vor der Geburt.

Zeit für persönliche Gespräche
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Die Mutter könnte die Vorsorge-Untersuchung auch beim Frauenarzt machen lassen, der kann eine Ultraschall-Untersuchung durchführen, was die Hebamme nicht kann. Doch das Besondere an der Hebamme: Sie hat Zeit, viel mehr Zeit für die Schwangere als ein Frauenarzt. Die ärztliche Vorsorge ist meist nach zehn Minuten vorbei - die Hebamme setzt für die Vorsorge 45 Minuten an. So bleibt viel mehr Raum für das persönliche Gespräch.

Sämtliche Voruntersuchungen kann die werdende Mutter bei ihrer Hebammen durchführen lassen. Die Kosten werden voll von der Krankenkasse getragen. Ausserdem zahlt die Kasse:

Beratungen

  • die Hilfe bei Schwangerschaftsbeschwerden
  • die Geburtsvorbereitung
  • die Geburtshilfe
  • die Wochenbett-Betreuung 
  • die Rückbildungs-Gymnastik

Mängel sind einfach, dass wir den Frauen zu wenig bekannt sind. Wir  müssten vielleicht schon in die Schule gehen, damit die jungen Mädels bereits hören, dass es überhaupt Hebammen gibt. Im Moment ist es ja so, dass, wenn eine Frau schwanger wird, dann ist der normale Weg, sie geht zum Frauenarzt, lässt sich dort betreuen, und geht in die Klinik, um dort ihr Kind zu kriegen, und sie hätte aber auch noch viel bessere Betreuungsmöglichkeiten, z.B. zusätzlich sich von der Hebamme betreuen lassen, weil wir haben viel Zeit, mehr Zeit.

Ist eine Frau schwanger, sollte sie auf jeden Fall den Kontakt zu  einer Hebamme in ihrer Nähe aufsuchen. Kontakte bekommt sie über den Frauenarzt. Insgesamt 12.000 Hebammen arbeiten in Deutschland.

Karin Hartmann arbeitet als freie Hebamme im Münchner Stadtviertel Haidhausen. Ihr Berufsziel war von Anfang die eigenverantwortliche Betreuung von Hausgeburten. Nur wenige Babys kommen Zuhause zur Welt, in Deutschland etwa ein Prozent. In ländlicheren Gegenden haben die Familien noch mehr Vertrauen zur Hebamme als in der Stadt.

Obwohl eine Hausgeburt nicht risikoreicher ist als eine Klinik-Geburt. Dies belegt eine bayernweite Untersuchung von 2.500 Hausgeburten der "Beratungsstelle für Natürliche Geburt e.V.", München. Eine Hausgeburtshelferin verwendet deutlich weniger Medikamente, Damm-Schnitte kommen bei der Hausgeburt seltener vor.

Für ihren Hausbesuch bei Andrea ist die Hebamme eine Stunde mit  U-Bahn und zu Fuss durch die Stadt unterwegs. Ihr Arbeitstag ist heute lang: begonnen hat er morgens um halb Neun mit dem Telefondienst in der Hebammen-Praxis, dann kamen zwei Frauen zur Vorsorge-Untersuchung, und nun drei Hausbesuche, quer durch das Münchner Stadtzentrum verteilt. Weil Kinder am liebsten nachts zur Welt kommen, wenn es ruhig ist, und auch bevorzugt am Wochenende, gibt es für Karin Hartmann keinen festen Arbeitsrhythmus.

Der Vorteil ist erst mal für mich ein angenehmes Arbeiten, weil ich  während der Geburt nur eine Frau betreue, das heisst, nichts lenkt mich ab, ich kann meine ganze Aufmerksamkeit der Frau und dem Kind zu wenden. Dann hat die Hausgeburt für die Frau den Vorteil, dass sie ihr Kind so gebären kann, wie sie das will. Also, sie kann sich soviel hin- und herbewegen, wie sie will, sie kann so oft baden, wie sie will und das Kind in der Position gebären, wie es ihr entspricht. Und dann glaube ich, dass man Zuhause das Ankommen des Kindes am angenehmsten gestalten kann. Es mischt sich niemand ein, was das Kind betrifft, bei dem die Eltern das nicht wollen.

Das Wochenbett dauert insgesamt 6 Wochen lang, und die sensible  Phase, das sind so die ersten 10 Tage. Die Frauen sollen keinen Haushalt machen, es ist gut, wenn der Mann sich Urlaub nimmt, ich empfehle immer, sich eine Haushaltshilfe zu nehmen.

Beruf Hebamme:
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Auf ihre verantwortungsvolle Tätigkeit wird die Hebamme in einer  dreijährigen Ausbildung an einer Hebammenschule vorbereitet Zwei Drittel der gesamten Ausbildungszeit verbringt die Hebammen-Schülerin auf Station. Nach bestandener Abschlussprüfung darf sich die Schülerin "Staatlich geprüfte Hebamme" nennen.

Die Berufsbedingungen für eine Hebamme sind extrem hart: 60 - 70  Wochenstunden Einsatz, oft rund um die Uhr, bei geringer Bezahlung. Beim Berufseinstieg verdient eine am Krankenhaus angestellte Hebamme ungefähr 1.700 EURO brutto (Stand: 2004). Das Burn-Out-Syndrom ist besonders hoch: Im Durchschnitt suchen sich Hebammen schon nach  fünf Berufsjahren eine andere Tätigkeit.

Dennoch ist die Nachfrage an der Hebammen-Schule sehr stark. 40 Bewerberinnen konkurrieren um einen Ausbildungsplatz.

Unter der Berufsbezeichnung "Entbindungs-Pfleger" sind seit 1985 auch Männer zugelassen, doch bislang trat kaum einer die Ausbildung an.

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Mehr Themen: Brustkrebs - mit der Vorsorge frühzeitig erkennbar
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UpDate:.23.11.2016

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