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Teenager-Mykose
Auch Buben gehen zum Frauenarzt

Erstbesuch beim Frauenarzt
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Teenager-Mykose oft nur durch Genital-Reizung
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Ausser Fragen zur Kontrazeption ist es oft eine vaginale Pilzinfektion, die junge Mädchen im Teenageralter erstmals zum Frauenarzt führt. Ein behutsames Vorgehen ist hier besonders wichtig, da der erste Kontakt zum Gynäkologen entscheidend sei für das spätere Arzt-Patientin-Verhältnis, sagte die Kinder- und Jugendgynäkologin Dr. Anna-Margarete Funke von der Universitätsklinik in Köln.

Meist sind es die Mütter, die aufgrund ihrer eigenen Erfahrungen Juckreiz und Brennen in der Scheide mit einer Pilzinfektion in Zusammenhang bringen. Häufig sind sie aber verunsichert, da sie sexuelle Erfahrungen als Voraussetzung für die Pilzinfektion ansehen. Bei drei bis fünf Prozent aller noch sehr jungen Mädchen ohne Sexualkontakte finde man aber mit Beginn der Pubertät unter dem Einfluss der Sexualhormone eine vaginale Candida-Kolonisation, sagte die Gynäkologin auf einer Pressekonferenz des Unternehmens Bayer in Berlin.

Vor der eigentlichen gynäkologischen Untersuchung in Steinschnittlage sollte eine ausführliche Anamnese und eine Vorstellung des diagnostischen Instrumentariums erfolgen, betonte die Gynäkologin. Beim vorsichtigen Einführen eines Kinderspekulums oder Vaginoskops bleibe das Jungfernhäutchen unverletzt.

Tritt die Vaginalmykose nach dem ersten Geschlechtsverkehr auf, seien die jungen Mädchen meist besonders beunruhigt, da sie häufig Schuldgefühle hätten und eine gefährliche Geschlechtskrankheit vermuteten, so Funke. Meistens sei hier aber nur die Reizung des Genitals der Auslöser der Pilzinfektion. Die Ein-Tages-Therapie mit Clotrimazol - von dem Unternehmen Bayer unter dem Handelsnamen gyno Canesten® angeboten - sei auch bei jungen Mädchen sehr effektiv und gut verträglich. Auf Wunsch könne das Scheidenzäpfchen gleich nach der Untersuchung auf dem gynäkologischen Stuhl appliziert werden.

Ausser der Beruhigung und Aufklärung über die Harmlosigkeit der Infektion sollten die jungen Mädchen auf mögliche begünstigende Faktoren einer Pilzinfektion hingewiesen werden. Zu empfehlen sei eine gesunde Vollwerternährung, Abbau von Übergewicht, eine adäquate Intimhygiene und der Verzicht auf enge, scheuernde Hosen oder synthetische Unterwäsche. Auch sollte man nach Meinung der Gynäkologin die Gelegenheit nutzen und die Teenager über die Notwendigkeit des Schutzes vor wirklich gefährlichen sexuell übertragbaren Erkrankungen wie HIV oder Hepatitis aufklären.

Ärzte Zeitung, 02.02.2000


In der Schweiz
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Auch Buben gehen zum Frauenarzt 
Sexualität - mit diesem Thema haben viele Lehrer Mühe. In Kloten öffnet ein Gynäkologe seine Praxistüren für die Sexualkunde.

Von Gabriella Hofer

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Bei Unterrichtsbeginn um 13:30 Uhr sind die Schülerinnen und Schüler der zweiten Sekundarklasse des Schulhauses Spitz in Kloten vollzählig anwesend. Nur der für diesen Donnerstagnachmittag zuständige Lehrer fehlt - weil er noch im Spital Bülach zu tun hat. "Ein Mädchen, Livia, 12:19 Uhr geboren, 2.940 Gramm, 49 cm", war der Grund für Patrick Pescatores kleine Verspätung. Er habe etwas länger als üblich bei der Mutter bleiben müssen, eröffnet der Klotener Gynäkologe den Unterricht. Und so ist er schon ganz beim Thema, für das er die Klasse in seine Praxis eingeladen hat. "Warum wohl ist die Entbindung verzögert worden?"

Sexualität gehört zum Leben

"Vielleicht hat das Baby nicht sofort geschrieen?" rätselt ein Knabe. Das Mädchen neben ihm fragt: "Hat das Kind nicht richtig geatmet?" Und ihre Freundin: "Mussten Sie bei der Frau einen Kaiserschnitt machen?" Nichts von alledem. Die Nachgeburt liess auf sich warten. Die Funktion des Mutterkuchens hat der Arzt den Schülerinnen und Schülern schon in der ersten Lektion des Sexualkundeunterrichts erklärt. Jetzt findet der zweite Teil statt.

"In unserer heutigen Gesellschaft sind einst übliche Kontakte innerhalb der Familie nur noch selten", erklärt Patrick Pescatore gegenüber dem TA. Mädchen und Knaben hätten kaum mehr Gelegenheit, eine schwangere oder stillende Frau in nächster Umgebung zu erleben. "Die Sexualität soll etwas Geheimnisvolles und Persönliches bleiben", betont Pescatore, "aber sie gehört zu unserem Leben wie Essen und Trinken und sollte deshalb auch in der Schule wichtig sein." Nicht zuletzt auch deshalb, weil eine offene Sexualaufklärung ungewollte Schwangerschaften vermeiden hilft. Trotz Biologieunterricht wüssten die Jugendlichen über die inneren Organe der Frau und deren Funktion nur zum Teil Bescheid.

Mit diesem Hintergrund hat der Gynäkologe einen multidisziplinären Sexualkundeunterricht an der Oberstufe entwickelt, und sein Modell setzt er an jeweils zwei Nachmittagen mit Sekundarschülern um. Vorgängig haben sich die Jugendlichen mit dem Biologielehrer den Film "Ein Leben entsteht" von Lennart Nilsson angesehen und mit einer Religionslehrerin das Thema "Liebe, Freundschaft und Zusammensein" behandelt.

Antwort auf intime Fragen

"Eigentlich weiss ich alles über Geschlechtsverkehr und so", sagt der 14jährige Sandro. Und Santiago pflichtet ihm bei: "Das liest man in den Heftli und sieht es im Fernsehen, und ich habe auch mit den Eltern und meinen älteren Cousins schon darüber gesprochen." Doch so umfassend informiert, dass es ihnen im Unterricht langweilig wäre, scheinen die Jugendlichen nicht zu sein. Jedenfalls schenken sie den Ausführungen des Arztes ihre ganze Aufmerksamkeit und stellen zwischendurch immer wieder Fragen. Intime Fragen, denen die Eltern häufig hilflos gegenüberstehen und denen mancher Lehrer gerne ausweicht. Deshalb sagen am Projekt beteiligte Lehrer: "Für uns ist es eine grosse Erleichterung, wenn wir den Sexualkundeunterricht mit Fachleuten ergänzen können."

Lehrer fühlen sich oft überfordert

Der Lehrplan der Zürcher Volksschule sieht Sexualerziehung als Teil des Bereichs "Mensch und Umwelt" vor, und dazu gehören auch Themen wie Gefühle und Bedürfnisse, Sexualität und Aidsprävention. Den Unterricht könne der Lehrer selber gestalten, sagt Klaus J. Beck vom Pestalozzianum in Zürich. Es gebe Lehrkräfte, die Sexualität nicht so tiefgründig behandeln oder fast ganz aussparen, weil sie Hemmungen haben. Oder weil sie finden, Aufklärung sei Sache der Eltern. "Sicher ist Sexualerziehung primär eine familiäre Aufgabe", sagt Pescatore. Aber gerade Pubertierende wollen sich auch ausserhalb der Familie orientieren und bei Personen nachfragen, von denen sie nicht abhängig sind.

Diese Ansicht stützt auch Loes Hirzel, in der Schulpflege Kloten Präsidentin der Kommission für Schulgesundheit. Sie hat die Durchführung des Pilotprojekts bewilligt und dem Arzt vom Konto "Prävention" einen Unkostenbeitrag in Aussicht gestellt. Danach galt es, die Eltern für den realitätsbezogenen Unterricht zu gewinnen. Dazu Pescatore: "Wir haben am Informationsabend darauf hingewiesen, dass wir auch während der Projekttage für die Eltern jederzeit erreichbar und für kritische Einwände offen sind." So wurden Unsicherheiten ausgeräumt, und es entstand eine Vertrauensbasis.

Am ersten Nachmittag in den Praxisräumen von Patrick und Monique Pescatore haben die Oberstufenschüler mit dem Ärzte-Ehepaar über Eizellen und Spermien gesprochen, sie haben aus Plastilin einen Uterus geformt und die gynäkologische Untersuchung erklärt bekommen. In geschlechtsgetrennten Gruppen, die für die Mädchen von der praktischen Ärztin und für die Knaben vom Gynäkologen geleitet wurden, hat man schliesslich über die Genitalien, über Selbstbefriedigung und Menstruation geredet. Hier hatten die Jugendlichen auch die Möglichkeit, persönliche Probleme zur Sprache zu bringen und so Hemmungen abzubauen.

Jetzt, in der zweiten Lektion, lernen die 14- und 15jährigen Mädchen und Knaben die Verhütungsmittel kennen, und dabei wird auch der Schwangerschaftsabbruch thematisiert.

"Isch das dä Chopf? - Wahnsinn!"

Vier schwangere Frauen haben sich bereit erklärt, den Unterricht mitzugestalten. Stolz präsentieren sie ihre Bäuche, sprechen ohne Tabus über ihre Schwangerschaft und beantworten den Teenagern Fragen. Dann dürfen die Schüler bei den Ultraschalluntersuchungen dabeisein und die Bewegungen des Kindes am Bauch der Schwangeren spüren. "Törfsch scho meh trucke, s Chindli isch guet iipackt", ermuntert die 34jährige Sylvia einen Knaben. Er versucht es noch einmal. "Da! Isch das dä Chopf? - Wahnsinn!"

"Mit unserem Unterricht", sagt Patrick Pescatore, "wollen wir den Schülerinnen und Schülern ein positives Erlebnis vermitteln. Und wir wollen helfen, dass sie ihre Ängste und Unsicherheiten abbauen."

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Empfohlene Literatur für den Unterricht:

Bopp A. (1994): Sex ohne Angst, Stiftung Warentest/Konsumentinnenforum.

Vontobel J., Tobler W. & Muheim A. (1989): Unterwegs, Pestalozzianum/Lehrmittelverlag Zürich.

Pescatore P.: (1997): Modell für einen multidisziplinären Sexualkundeunterricht an der Oberstufe.

TA-Media AG - 03.04.1998

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